MELDUNG - BERLIN, 03.03.2026 "Falschabrechnungen im Krankenhaus verdienen keinen Schutz“

GKV-Spitzenverband

Portrait von Frau Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes

Stefanie Stoff-Ahnis

Im Interview mit der Fachzeitschrift f&w äußerte sich Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, zu notwendigen Reformansätzen zur Entbürokratisierung in der stationären Versorgung: „Wir finden hier zwei Bereiche besonders relevant – die Personalvorgaben und das Prüfquotensystem.“

Stoff führt an, dass „die im zeitlichen Verlauf angewachsenen Personalvorgaben im Krankenhaus in ein zentrales System überführt werden“ sollten, um die derzeit verschiedenen Nachweisverfahren in einen einheitlichen Minimal-Datensatz zusammenzuführen. Ebenso zeigt das seit sechs Jahren bundesweite Prüfquotensystems zur Prüfung von Krankenhausrechnungen keine positive Entwicklung. „Falsche Rechnungen bezahlen zu müssen, ist für die GKV durch nichts zu rechtfertigen. Das kostet die Versichertengemeinschaft jährlich eine Milliarde Euro“, so Stoff-Ahnis.

Zudem geht es im Interview um die Pflegepersonaluntergrenzen, die als verpflichtend einzuhaltende ‚roten Linie‘ für Patientenschutz und Schutz der Pflegekräfte vor Überlastung steht, den Konflikt im Pflegbudget zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen, aber auch um das KHAG, Strukturprüfungen und Entbürokratisierung.

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