Qualität und Transparenz

Zwei Pflegebedürftige sitzen am Tisch und unterhalten sich.

Wissenschaftliches Qualitätsverständnis

Der Begriff „Qualität“ wird in der Pflege je nach Perspektive und Hintergrund der Akteure unterschiedlich definiert. Der GKV-Spitzenverband hat ein wissenschaftlich hergeleitetes Qualitätsverständnis entwickeln lassen. Es stellt ein wesentliches Fundament für die Frage dar, was grundsätzlich unter Qualität in der Pflege zu verstehen ist.

Das BIld zeigt eine Pflegerin beim Wechseln einer Inkontinenzunterlage.

Expertenstandards nach § 113 a SGB XI

Expertenstandards sind Instrumente, die entscheidend zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege beitragen. Sie berücksichtigen sowohl pflegewissenschaftliche Erkenntnisse als auch pflegepraktische Erfahrungen und definieren Ziele und Maßnahmen bei relevanten Themenbereichen der ambulanten und stationären pflegerischen Versorgung. Sie werden künftig für alle Pflegeheime und Pflegedienste in Deutschland verbindlich.

Das Bild zeigt die Qualität der stationären Pflegeeinrichtungen in der Seniorenresidenz ,,Sicherer Anker''.

Pflegenoten

Die Prüfergebnisse der Medizinischen Dienste werden seit 2009 laienverständlich aufbereitet und der Öffentlichkeit im Internet zugänglich gemacht. Zur einheitlichen Bewertung der Qualität in Pflegeheimen und -diensten haben sich der GKV-Spitzenverband und die Vertreter der Leistungserbringer für eine Bewertungssystematik nach Noten entschieden. Die Noten für Pflegequalität sollen für mehr Transparenz bei den Angeboten von Heimen und Diensten sorgen.

Zwei Pflegebedürftige sitzen am Tisch und spielen. Ein Pfleger unterhält sich mit ihnen.

Indikatoren für Ergebnisqualität

International finden für Qualitätsbewertungen immer öfter sogenannte Qualitätsindikatoren Anwendung. In Deutschland liegen bisher nur wenige Erfahrungen mit solchen Indikatoren in der Pflege vor. Forschungsergebnisse hierzu sind jedoch vielversprechend.

Eine Person steckt ein Dokument in eine Aktenmappe.

Bürokratieabbau

Die Pflegedokumentation ist eine wichtige Grundlage, um die Qualität der Pflege sicherzustellen. Damit sie in der Praxis nicht zuviel Zeit von der eigentlichen Pflege in Anspruch nimmt, wurden Maßnahmen zur Entbürokratiesierung beschlossen. Die bundesweite Implementierung wird derzeit vorbereitet.

Ein Pflegeheimbewohner wird durch den MDK begutachtet. Eine Pflegerin ist dabei.

Einhaltung der Begutachtungsfristen

Mit dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG) wurden die Pflegekassen verpflichtet, jährlich jeweils bis zum 31. März des dem Berichtsjahr folgenden Jahres eine Statistik über die Einhaltung der Begutachtungsfristen nach § 18 Abs. 3b SGB XI zu veröffentlichen (§ 18 Abs. 3b Satz 4 SGB XI ). Die erste Veröffentlichung erfolgte für das Jahr 2013.