Sprungmarken

Inhalt
Sie befinden sich hier:

Qualitätsmanagement

Das BIld zeigt einen älteren Patienten der mit einem Gymnastikball Rückenübungen macht.

Erbringer von Vorsorgeleistungen oder Rehabilitationsmaßnahmen sowie Einrichtungen, mit denen ein Versorgungsvertrag nach § 111a besteht, sind nach § 135a SGB V verpflichtet:

  • sich an einrichtungsübergreifenden Maßnahmen der Qualitätssicherung zu beteiligen, die insbesondere zum Ziel haben, die Ergebnisqualität zu verbessern und
  • einrichtungsintern ein Qualitätsmanagement einzuführen und weiterzuentwickeln.

Zum 01. Juni 2008 wurde durch die Spitzenverbände der Krankenkassen und die Spitzenorganisationen der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen eine Vereinbarung über die Grundsätze zur einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung und zum internen Qualitätsmanagement verabschiedet. Diese gilt für Einrichtungen der ambulanten und stationären Rehabilitation und der stationären Vorsorge. Dabei wurden konkrete Anforderungen, Ziele und Inhalte der externen Qualitätssicherung und des internen Qualitätsmanagements festgelegt, die zu einer effektiven und effizienten Versorgung sowie einer qualitätsgesicherten Behandlung des Versicherten führen.

Die Inhalte der Vereinbarung berücksichtigen die Regelungen der Gemeinsamen Empfehlung nach § 20 Abs. 1 SGB IX vom 27. März 2003.

Für den Bereich der externen Qualitätssicherung ist in der Vereinbarung das bundesweit verbindliche, einheitliche und routinemäßig angewandte Qualitätssicherungsverfahren der Spitzenverbände der Krankenkassen - das QS-Reha®-Verfahren - festgelegt. An diesem Verfahren haben sich alle ambulanten und stationären Einrichtungen bzw. Fachabteilungen nachweislich zu beteiligen, wenn sie federführend von den gesetzlichen Krankenkassen belegt werden.

Die Kosten der Auswertung der externen Qualitätssicherung tragen seit dem 1. April 2007 die Krankenkassen (§ 137 d Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 Satz 3 SGB V).

Qualitätsmanagementsysteme für ambulante Rehabilitationseinrichtungen und stationäre Vorsorgeeinrichtungen

Ambulante Rehabilitationseinrichtungen und Einrichtungen der stationären Vorsorge müssen nach der Vereinbarung nach § 137d Abs. 1, 2 und 4 SGB V durch einen vorgegebenen Selbstbewertungsbogen in dreijährigen Abständen nachweisen, dass sie ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement durchführen, das den Anforderungen der Vereinbarung entspricht. Die Selbstbewertung ist erstmalig spätestens bis zum 6. Januar 2014 durchzuführen.

Verfügen die ambulanten Rehabilitationseinrichtungen bzw. die Einrichtungen der stationären Vorsorge über ein Qualitätsmanagement-Zertifikat nach § 20 Abs. 2a SGB IX oder ein Qualitätsmanagement-Zertifikat, das die Vereinbarungspartner der Vereinbarung nach § 137d Abs. 1, 2 und 4 SGB V nach Anlage 2 der Vereinbarung anerkannt haben, ist für sie eine Selbstbewertung des internen Qualitätsmanagements entbehrlich. Die Qualitätsmanagement-Verfahren, die nach § 20 Abs. 2a SGB IX von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) anerkannt sind, befinden sich auf der Website der BAR

Die Vereinbarungspartner der Vereinbarung nach § 137d Abs. 1, 2 und 4 SGB V haben bisher nur das Qualitätsmanagement-Zertifierungsverfahren „QReha ambulant“ anerkannt.

Dokumente und Links

Quinth

Die Datenbank für Qualitätsindikatoren in der ambulanten, stationären und sektorübergreifenden Medizin