Investitionsbewertungsrelationen

Die Entwicklung der Investionsbewertungsrelationen

Die Verteilung der pauschalen Investitionsmittel kann für den DRG-Bereich über leistungsorientierte Investitionspauschalen erfolgen. Der Gesetzgeber hat mit dem Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG) im Jahr 2009 die Entwicklung einer entsprechenden Systematik beschlossen und gesetzlich im § 10 KHG fixiert.

Die Erlöse aus leistungsorientierten Investitionspauschalen können sich als Produkt aus leistungsorientierter Investitionsbewertungsrelation und landesspezifischem Investitionsbasisfallwert ergeben. Dies geschieht in Analogie zu der Vergütung von DRG-Leistungen. Der Grad der leistungsorientierten Pauschalförderung durch die Bundesländer ist allerdings frei wählbar, so dass es auch alternative Fördermodelle in den Bundesländern geben kann. Die Grundstrukturen für Investitionsbewertungsrelationen wurden im Februar 2010 durch die Selbstverwaltungspartner auf Bundesebene (Deutsche Krankenhausgesellschaft, Verband der Privaten Krankenversicherung und GKV-Spitzenverband) vereinbart.

Auf dieser Basis wurde das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) von den Selbstverwaltungspartnern auf Bundesebene gemäß § 10 Abs. 2 KHG beauftragt, bundeseinheitliche Investitionsbewertungsrelationen zu entwickeln und zu kalkulieren.

Das InEK hat vor diesem Hintergrund im Jahr 2011 zunächst einen Prä-Test durchgeführt, der Aufschluss über die Anwendbarkeit des erarbeiteten Kalkulationsmodells sowie des Kalkulationshandbuches gegeben hat. Nach erfolgreicher Durchführung des Prä-Tests und der im Jahr 2012 erfolgten Probekalkulation konnte im Jahr 2013 die erste Kalkulation durchgeführt werden. Auf Basis dieser Kalkulation wurde der erste Katalog von Investitionsbewertungsrelationen für den DRG-Bereich erstellt.

Im vierten Jahr in Folge haben sich GKV-Spitzenverband, Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) auf einen Katalog von Investitionsbewertungsrelationen geeinigt. Erneut wird durch empirisch erhobene Zahlen belegt, dass der bestandserhaltende Investitionsbedarf der Krankenhäuser bundesweit bei 6 Mrd. Euro liegt. Gerade einmal die Hälfte wird derzeit von den Bundesländern gedeckt.

Für den Bereich der DRGs konnte anhand der eingegangen Daten eine solide Kalkulation durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) erfolgen. Der Katalog für 2017 weist nun jeder vollstationären DRG eine Bewertungsrelation je Fall und eine Bewertungsrelation je Tag zu. Des Weiteren sind im Katalog Bewertungsrelationen für teilstationäre DRGs und bestimmte Zusatzentgelte ausgewiesen.

Durch diesen Katalog ist es möglich, eine zielgenauere und bessere Verteilung der Investitionsmittel auf die Krankenhäuser vorzunehmen. Ob das Instrument genutzt wird, hängt von der Entscheidung des jeweiligen Bundeslandes ab. Bisher wenden nur die Länder Berlin und Hessen die Investitionsbewertungen an.

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