Förderung ambulanter Krebsberatungsstellen

Der GKV-Spitzenverband fördert ambulante Krebsberatungsstellen auf der Grundlage des § 65e SGB V. Er fördert ab dem 1. Juli 2020 mit Wirkung zum 1. Januar 2020 ambulante Krebsberatungsstellen mit einem Gesamtbetrag von jährlich bis zu 21 Millionen Euro. Ab dem 1. Juli 2021 erhöht sich der Förderbetrag mit Wirkung zum 1. Januar 2021 auf jährlich bis zu 42 Millionen Euro. Gefördert werden ambulante Krebsberatungsstellen, soweit sie an Krebs erkrankten Personen und ihren Angehörigen psychosoziale Beratung und Unterstützung nach Maßgabe dieser Fördergrundsätze anbieten.

Die im Rahmen des Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz-GVWG vom 11.07. 2021 gesetzlich vorgegebene Erhöhung der Förderung durch die gesetzliche und private Krankenversicherung erforderte eine kurzfristige Anpassung der Fördergrundsätze des GKV-Spitzenverbandes.

Diese Fördergrundsätze treten am 01.09.2021 in Kraft. Sie ersetzen ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens die Fördergrundsätze in der Fassung vom 01.07.2020 sowie der Zusatz zu den Fördergrundsätzen des GKV-Spitzenverbandes für ambulante Krebsberatungsstellen gemäß § 65e SGB V. Neue Förderungen werden ab diesem Zeitpunkt vom GKV-Spitzenverband nach Maßgabe der Fördergrundsätze vom 01.09.2021 bewilligt.

Für bereits beschiedene Förderanträge finden die Fördergrundsätze in der Fassung vom 01.07.2020 sowie der Zusatz zu den Fördergrundsätzen des GKV-Spitzenverbandes für ambulante Krebsberatungsstellen gemäß § 65e SGB V weiterhin Anwendung. Beantragen bereits beschiedene Krebsberatungsstellen eine Erhöhung ihres Förderbetrages, so prüft der GKV-Spitzenverband die Erfüllung der Voraussetzungen der Fördergrundsätze in der ab 01.09.2021 gültigen Fassung. Die Krebsberatungsstelle hat die hierfür erforderlichen Nachweise beizubringen und Erklärungen abzugeben. Der Antrag auf Erhöhung des Förderbetrages ist bis zum 31.12.2021 zu stellen. Der GKV-Spitzenverband entscheidet über die Erhöhung durch Bescheid. Der im Zuwendungsbescheid bereits festgesetzte Förderzeitraum bleibt durch die Erhöhung unberührt. Beantragt eine Krebsberatungsstelle die Erhöhung ihres Förderbetrages nicht, nicht rechtzeitig oder liegen die Voraussetzungen für eine Erhöhung ihres Förderbetrages nicht vor, so richtet sich die Förderung weiterhin nach dem bereits erteilten Zuwendungsbescheid.

Mit Wirkung vom 01.01.2020 bereits geförderte Krebsberatungsstellen können beim GKV-Spitzenverband eine Erhöhung ihres Förderbetrages mit Wirkung vom 01.01.2021 beantragen.

Hinweise zum Antragsverfahren

Das Antragsverfahren ergibt sich aus § 8 der Fördergrundsätze. Für die Beantragung von Fördermitteln ist das Antragsformular, welches auf der Homepage des GKV-Spitzenverbandes veröffentlicht ist, zu nutzen. Dies gilt auch für bereits geförderte Krebsberatungsstellen, die eine Erhöhung ihres Förderbetrages beantragen möchten. Der Antrag ist vollständig auszufüllen und elektronisch sowie und postalisch einzureichen.

Bitte beachten Sie auch die Hinweise und Ausfüllhilfe zum Antrag. Für Rückfragen steht Ihnen die E-Mail-Adresse krebsberatungsstellen@gkv-spitzenverband.de oder die Hotline zur Verfügung.

Nachweis der Mittelverwendung (Zwischennachweis/Verwendungsnachweis)

Sowohl die jährlichen Zwischennachweise als auch der Verwendungsnachweis bestehen jeweils aus einem Sachbericht und einem zahlenmäßigen Nachweis. Bitte beachten Sie die Anleitung zur Erstellung des Nachweises der Mittelverwendung und nutzen Sie hierzu ausschließlich die Vorlagen des GKV-Spitzenverbandes.