„Kein Cent mehr Belastung für Patientinnen und Patienten als in der aktuellen Fassung des Gesetzes vorgesehen“, das fordert Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Außerdem drängt er darauf, dass die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung jetzt kommen muss. „Ein Aufschieben ist keine Option. Jetzt muss die Ministerin Kurs halten, auch wenn der Druck von allen Seiten enorm ist“, so Blatt in der dpa.
Reform ist so notwendig wie nie
„Wenn ich die Rufe nach einer Verschiebung der Reform höre, dann klingeln bei mir die Alarmglocken“, so Blatt weiter. Damit sei nur verbunden, dass jeder sie zu seinen Gunsten ändern möchte. „Verschoben wurde in den vergangenen Jahren und Monaten beileibe genug“, sagte Blatt der dpa. Die Reform sei so notwendig wie nie, damit die Finanzierung zumindest für die nächsten zwei bis drei Jahre stabilisiert wird. „Aber wer irgendwo weniger sparen möchte, muss auch sagen, wo das Geld stattdessen herkommen soll“, Blatt weiter. Es sei klar, dass mit jeder Milliarde, die weniger eingespart wird, der Zeitpunkt der nächsten Beitragssatzerhöhung wieder näher rücke.
Blatt forderte eine grundsätzliche Akzeptanz der dringend nötigen Sparmaßnahmen bei allen Akteuren im Gesundheitswesen ein: „Stabile Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung müssten auch im Interesse der Ärzte, Kliniken und der Pharmaunternehmen sein, denn aus den Krankenkassenbeiträgen werden Vergütungen, Honorare und Medikamente bezahlt.“