Erstattungsbetragsverhandlungen

Hinweise und Informationen unter welchen Annahmen die dargestellten Informationen zusammengestellt worden sind.

Erstattungsbetrag

Der ausgehandelte Erstattungsbetrag gilt spätestens ab dem 13. Monat nach dem in § 35a Abs. 1 Satz 3 SGB V genannten Zeitpunkt. Für Verträge mit Krankenhausträgern nach § 129a SGB V dienen die Erstattungsbeträge jeweils als Preisobergrenze (§ 130b Abs. 1 Satz 6 SGB V). Bei der Feststellung der Preisgünstigkeit von importierten Arzneimitteln gemäß § 129 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB V ist der Erstattungsbetrag eines Bezugsarzneimittels zugrunde zu legen.

Mehrere G-BA-Beschlüsse

Sofern es mehrere G-BA-Beschlüsse für einen Wirkstoff gibt (z. B. mehrere Anwendungsgebiete, erneutes Verfahren nach § 35a Abs. 5b SGB V), bezieht sich die Angabe bei "Beginn des Verfahrens" in der Regel auf das erstmalige Inverkehrbringen des Arzneimittels in Deutschland. Das "Datum des G-BA-Beschlusses" und der „Link zur G-BA Seite“ beziehen sich auf den jeweils jüngsten G-BA-Beschluss.

Jahrestherapiekosten

Jahrestherapiekosten sind die je Versicherten und Jahr entstehenden Kosten für die Therapie ohne Umsatzsteuer auf der Ebene der Abgabe des pharmazeutischen Unternehmers zum jeweiligen Zeitpunkt des Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 35a Abs. 3 SGB V (G-BA Beschluss). Die Herstellerabschläge nach § 130a SGB V sind abgezogen. Es wurde jeweils die - auf die Therapiedauer bezogen - wirtschaftlichste Packungsgröße berücksichtigt. Zusätzlich notwendige GKV-Leistungen wurden, soweit im G-BA Beschluss zur Berechnung der Jahrestherapiekosten einbezogen, ebenfalls herangezogen. Falls aus dem G-BA Beschluss hervorgeht, dass bei der Therapie mit den betrachteten Arzneimitteln weitere Arzneimittel verabreicht werden müssen, so wurden die Kosten der zusätzlich verabreichten Arzneimittel ebenfalls mit einberechnet. Die Zahl der Behandlungstage je Jahr ergibt sich ebenfalls aus dem G-BA Beschluss. Angaben zu Kosten nicht medikamentöser Therapien sind entsprechend umgerechnet. Unter Umständen unterscheidet der G-BA Beschluss Patientengruppen nach Art und Umfang der Therapie. In diesen Fällen kann sich in der Darstellung eine Preisspanne ergeben.

Nutzenbewertung

Nach § 35a Abs. 1 SGB V bewertet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) den Nutzen von erstattungsfähigen Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen. Der Nutzen eines Arzneimittels ist der patientenrelevante therapeutische Effekt insbesondere hinsichtlich der Verbesserung des Gesundheitszustands, der Verkürzung der Krankheitsdauer, der Verlängerung des Überlebens, der Verringerung von Nebenwirkungen oder einer Verbesserung der Lebensqualität (§ 2 Abs. 3 AM-NutzenV).

Im Rahmen der Nutzenbewertung wird ein Zusatznutzen für das jeweilige zugelassene Anwendungsgebiet im Vergleich zu der bestimmten zweckmäßigen Vergleichstherapie (zVT) festgestellt (§ 35a Abs. 1 SGB V). Das Ausmaß des Zusatznutzens und die therapeutische Bedeutung des Zusatznutzens sind unter Berücksichtigung des Schweregrades der Erkrankung gegenüber dem Nutzen der zweckmäßigen Vergleichstherapie entsprechend den Vorgaben in § 5 Abs. 7 AM-NutzenV zu quantifizieren. Die zweckmäßige Vergleichstherapie muss eine nach dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse zweckmäßige Therapie im Anwendungsgebiet sein (§ 6 AM-NutzenV). Näheres ist bestimmt in § 6 Abs. 3 VerfO G-BA.