ACHE - Modellentwicklung zum Schmerzmanagement bei älteren Pflegebedürftigen in der häuslichen Versorgung

Gegenstand

Das Schmerzgeschehen und Schmerzmanagement bei älteren weiblichen und männlichen Pflegebedürftigen in Berlin, die in der eigenen Häuslichkeit durch Angehörige und/oder professionelle Pflegedienste versorgt werden

Projektnehmer

Charité – Universitätsmedizin Berlin,

Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft

Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie

Projektadresse

Charité – Universitätsmedizin Berlin
Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft
Luisenstraße 13
10117 Berlin

Homepage

medsoz.charite.de

Laufzeit

01.05.2017 – 30.04.2019

Zielgruppe

Schmerzbetroffene Pflegebedürftige ab dem 65. Lebensjahr (mit und ohne kognitive Einschränkungen), die in der eigenen Häuslichkeit leben und durch Angehörige und/oder Pflegedienste versorgt werden

Kurzdarstellung des Projektes

Das Ziel der ACHE Studie ist die Erfassung des Schmerzgeschehens sowie des medikamentösen und nichtmedikamentösen Schmerzmanagements bei ab 65-Jährigen weiblichen und männlichen Pflegebedürftigen in Berlin, die in der eigenen Häuslichkeit durch Angehörige und/oder professionelle Pflegedienste versorgt werden. Es werden versorgungsrelevante Einflussfaktoren, die mit dem Schmerzgeschehen älterer Pflegebedürftiger (mit und ohne kognitive Einschränkungen) assoziiert sind, untersucht. Zudem werden Symptom-Cluster bei älteren auskunftsfähigen Pflegebedürftigen mit Schmerzen analysiert (Typenbildung).

Zentrale Forschungsfragen sind:

1. Wie stellt sich das Schmerzgeschehen bei in der Häuslichkeit versorgten älteren Pflegebedürftigen mit und ohne kognitive Einschränkungen dar?

2. Welche Faktoren der ärztlichen Gesundheitsversorgung sind bei in der Häuslichkeit versorgten älteren Pflegebedürftigen mit Schmerzerleben assoziiert?

3. Welche Faktoren der pflegerischen Gesundheitsversorgung sind bei in der Häuslichkeit versorgten älteren Pflegebedürftigen mit Schmerzerleben assoziiert?

4. Welche Symptomcluster können bei auskunftsfähigen in der Häuslichkeit versorgten Pflegebedürftigen mit Schmerzen identifiziert werden?

Die ACHE Studie ist eine Querschnittstudie mit Primärdatenerhebung. Die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer werden über eine Zufallsauswahl ambulanter Pflegedienste und Pflegeberatungsstellen rekrutiert. Die Institutionen stellen für die Studienmitarbeiter der Charité den Kontakt zu den Pflegebedürftigen her. Im Anschluss an die Aufklärung über die Studie und Vorliegen der Einwilligung zur Teilnahme wird ein Schmerz-Screening durchgeführt, um die von Schmerzen betroffenen Pflegebedürftigen herauszufiltern. Diese Personen werden zum Schmerzgeschehen sowie zum pflegerischen und ärztlichen Schmerzmanagement umfassend befragt. Zusätzliche Informationen werden von Angehörigen eingeholt, sofern diese in die Organisation und/oder Durchführung der Pflege involviert sind.

Es wird erwartet, dass die Ergebnisse der ACHE Studie Hinweise auf notwendige therapeutische und pflegerische Interventionen sowie strukturelle Maßnahmen in der sozialen und räumlichen Umwelt der Pflegebedürftigen liefern und damit als Ausgangspunkt für eine anschließende Interventionsstudie mit einem „Modellvorhaben zum Schmerzmanagement im Setting der häuslichen Pflege“ dienen können.