Wissenschaftliche Evaluation

Zwischen den Vereinbarungspartnern der Pflege-Transparenzvereinbarungen bestand frühzeitig Einvernehmen über eine wissenschaftliche Evaluation der sogenannten "Pflegenoten".

Mit der Evaluation wurden im Jahr 2009 Frau Prof. Dr. Martina Hasseler, Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg und Frau Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann, Alice-Salomon-Hochschule Berlin beauftragt. Der 2010 vorgelegte Bericht enthält wissenschaftlich begründete Empfehlungen für Modifikationen am Transparenzverfahren (Teil 2 des Berichtes).

Die Evaluation wurde von einem Beirat begleitet, in dem Wissenschaftler, Verbraucherschützer, Bundes- und Landesministerien, Deutscher Pflegerat und die Vertragspartner vertreten sind. Der Beirat hat den Abschlussbericht bewertet und ergänzend Empfehlungen für den Umgang mit den Ergebnissen der wissenschaftlichen Evaluation formuliert (Teil 1 des Berichtes).

Hinweise für die Weiterentwicklung

Die wissenschaftliche Überprüfung hat Hinweise ergeben, inwieweit die gewählten Prüfkriterien, das Bewertungssystem und das Layout der Pflegenoten geeignet sind, die Pflegequalität der Einrichtungen verständlich, übersichtlich und vergleichbar darzustellen.

Neben der Empfehlung von kurz-, mittel- und langfristigen Veränderungen stellten die Forscherinnen fest, dass „weder national noch international wissenschaftliche Erkenntnisse zu Transparenzsystemen vorliegen, die sich als kurzfristig realisierbare Alternative zu den Pflege-Transparenzvereinbarungen anbieten. Deshalb gibt es ungeachtet des Überarbeitungsbedarfs … derzeit keine Alternative“ zu den Pflegenoten.

Die Evaluationen dienen der Weiterentwicklung der Pflegenoten auf Basis neuer pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse.

Kurzfristig soll z. B. sichergestellt werden, dass immer eine ausreichende Anzahl Pflegebedürftiger in die Prüfung einbezogen wird. Mittelfristig soll beispielsweise auf Basis der zu erwartenden wissenschaftlichen Erkenntnisse die Bewohner- und Kundenzufriedenheit genauer abgebildet werden. Da national und international übertragbare wissenschaftliche Grundlagen fehlen, ist auch ein langfristiger Weiterentwicklungsprozess erforderlich.

Dokumente und Links