StaVaCare 2.0 - Stabilität und Variation des Care-Mix in Pflegeheimen unter Berücksichtigung von Case-Mix, Outcome und Organisationscharakteristika

Gegenstand

Ziel der Studie ist es, wirksame Zusammenhänge zwischen Strukturen, Prozessen, Organisationscharakteristika und Ergebnis- Variablen in der stationären Versorgung statistisch belastbar abzubilden.

Projektnehmer

Prof. Dr. Stefan Görres, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) zusammen mit Prof. Dr. Werner Brannath, Kompetenzzentrum für Klinische Studien (KKSB), Universität Bremen

Projektleitung

Prof. Dr. Stefan Görres, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)

Projektadresse

Institut für Public Health und Pflege (IPP)

Universität Bremen

Grazer Str. 4

28359 Bremen

Laufzeit

01.11.2017 – 31.10.2019

Kurzdarstellung des Projekts

Die Studie zielt darauf, wirksame Zusammenhänge zwischen Strukturen, Prozessen, Organisationscharakteristika und Ergebnis- Variablen in der stationären Versorgung abbilden. Es sollen zudem signifikante Zusammenhänge zwischen Organisationscharakteristika und Ergebnisqualität der Versorgung herausgearbeitet werden. Schließlich ist beabsichtigt, Schlussfolgerungen für einen am Case-Mix orientierten Care-Mix im Hinblick auf einen rationalen Personaleinsatz in der Pflege zu ziehen. Es sollen die für die Ergebnisqualität der Pflege besonders förderlichen und besonders hinderlichen Konstellationen in der Kombination von Care-Mix, Case-Mix und Organisationscharakteristika identifiziert werden. Die Erkenntnisse der laufenden Studie sollen es erlauben, den Personaleinsatz auf ein neues Fundament zu stellen, die Über- oder Unterversorgung bestimmter Personengruppen zu verhindern und damit die Kosteneffektivität des Personaleinsatzes zu optimieren.

Die Studie baut auf den in StaVaCare-Pilot erzielten Hinweisen auf, die erste und im Ansatz belastbare Anhaltspunkte auf die Zusammenhänge zwischen den die Ergebnisqualität beeinflussenden Faktoren des Case- und des Care-Mix geben. Sie bilden das Fundament, auf dem die jetzt umgesetzte Hauptstudie aufbaut. Weiter werden Ergebnisse berücksichtigt, die die modellhafte Pilotierung von Indikatoren in der stationären Pflege (MoPIP) generiert hat sowie die bereits verfügbaren Erkenntnisse zu den Modulen des am neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff ausgerichteten neuen Begutachtungsinstruments NBI.

In der Beobachtungsstudie werden im Längsschnittdesign etwa 2.000 Bewohnerinnen und Bewohner in insgesamt 40 Pflegeheimen in fünf Bundesländern untersucht. Eingeschlossen werden Pflegeeinrichtungen (nach § 71 SGB XI) mit vollstationärem Versorgungsauftrag in unterschiedlicher Trägerschaft mit niedrigen, mittleren oder hohen Personalanhaltszahlen in den Bundesländern Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein.