AniTa - Angehörige von älteren Menschen mit Pflege-/ Unterstützungsbedarf im (Aus-)Tausch: eine überregionale Plattform zur Aktivierung ungenutzten Betreuungspotentials

Projektpartner und –adresse

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg Competence Center Gesundheit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg Department Pflege & Management Alexanderstraße 1 20099 Hamburg

Projektleitung

Prof. Dr. Susanne Busch In Zusammenarbeit mit Prof. Dr.-Ing. Boris Tolg

Kooperationspartner

  • Internationales Institut für Empirische Sozialökonomie (INIFES) gGmbH
  • Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
  • Medizinischer Dienst der Krankenversicherung in Bayern (MDK Bayern) KdöR
  • Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) der Freien und Hansestadt Hamburg

Diverse weitere Organisationen aus dem Umfeld der regionalen Versorgungsstrukturen sowie politisch relevante Institutionen

Laufzeit

01.07.2017 – 30.06. 2020

Hintergrund

Die zunehmende Alterung der Bevölkerung und steigende Zahl an pflegebedürftigen Menschen bzw. an Menschen, die von Pflegebedürftigkeit bedroht sind, treffen auf sich wandelnde Familienformen, die sich u.a. in einer zunehmenden Anzahl von entfernt voneinander lebenden Familien zeigen. Damit einher geht eine Abnahme des familiären Pflegepotentials vor Ort. So entstehen neue Anforderungen an familiäre Unterstützungsarrangements und neue Bedarfe sowohl der Generation der potentiell pflegebedürftigen Menschen als auch der entfernt lebenden Angehörigen. Das Potential dieser letzteren Gruppe wird bisher nicht explizit genutzt.

Ziel und Fragestellung

Ziel des vorliegenden Projektes ist es, eine internetgestützte überregionale Plattform zu entwickeln und diese in den Modellregionen Nord (Stadt Hamburg und Landkreis Pinneberg) und Süd (Stadt München und Landkreis Augsburg) zu implementieren und evaluieren. Sie richtet sich an in diesen Regionen lebende Angehörige von Pflegebedürftigen bzw. von Pflegebedürftigkeit bedrohten Menschen, nicht nur, aber insbesondere mit (beginnender) Demenz, denen aufgrund der räumlichen Distanz eine kontinuierliche Begleitung ihrer eigenen Angehörigen nicht möglich ist. Mit Hilfe der Plattform sollen betroffene Angehörige (Freiwillige) überregional in den personalen Austausch treten. Getauscht wird die persönliche (Für-)Sorge für die Personen vor Ort.

Das Projekt sucht Antworten auf die Fragen, inwieweit ein auf Reziprozität beruhender Austausch einen Beitrag dazu leisten kann, multilokale Familien und ihre pflege-/unterstützungsbedürftigen Angehörigen zu stärken und inwieweit eine Online-Plattform dafür geeignet ist.

Methodisches Vorgehen

  • Sozialraumanalyse und Bedarfserhebung der Zielgruppe
  • Entwicklung, Implementierung und Erprobung der onlinebasierten überregionalen Plattform
  • Aufbau von Vermittlungsstrukturen vor Ort
  • Akquise potentieller Teilnehmer, Vermittlung der Tauschpartner unter Begleitung der Projektmitarbeiterinnen
  • Formative Evaluation zur Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen
  • Summative Evaluation

Die Arbeit wird begleitet von einem wissenschaftlichen Beirat.