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Zusatzbeitragssatz

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GKV-Beitragssatz (Veränderungen seit 2015)

Seit 1. Januar 2015 können Krankenkassen, die mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds ihren Finanzbedarf nicht decken können, zusätzlich zum einheitlichen Beitragssatz von 14,6 Prozent einen prozentualen Zusatzbeitragssatz von ihren Mitgliedern erheben (§ 242, § 242a SGB V). Mitversicherte Kinder oder Partner (Familienversicherte) zahlen keinen Zusatzbeitragssatz.

Über die Höhe des Zusatzbeitragssatzes entscheiden die Verwaltungsräte der einzelnen Krankenkassen. Erhebt eine Kasse einen solchen Zusatzbeitrag erstmalig oder erhöht ihn, gilt ein Sonderkündigungsrecht für die Versicherten.

Bei Angestellten wird der Zusatzbeitragssatz direkt vom Arbeitgeber an die Krankenkassen abgeführt. Bei Sozialhilfeempfängern und Beziehern einer Grundsicherung übernehmen die zuständigen Ämter den Zusatzbeitragssatz.

Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz

Für einige Personengruppen gilt der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz z. B.:

  • Geringverdiener
  • Azubis (Arbeitsentgelt bis 325 Euro) sowie Azubis in Einrichtungen der Jugendhilfe
  • Bezieher von Arbeitslosengeld II

Das Bundesgesundheitsministerium legt auf Empfehlung des GKV-Schätzerkreises (BVA, GKV-SV, BMG) den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz bis zum 1. November jeweils für das Folgejahr fest. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag ist eine rein statistische Größe und bildet nicht den Durchschnitt aller kassenindividuellen Zusatzbeiträge (§ 242a SGB V) ab. Für das Jahr 2015 wurde ein durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz von 0,9 Prozent prognostiziert, für das Jahr 2016 von 1,1 Prozent.

Der tatsächliche durchschnittliche Zusatzbeitragssatz lag 2015 bei 0,83 Prozent.

Krankenkassenliste

Sie möchten eine bestimmte Krankenkasse erreichen oder sich einen Überblick verschaffen, welche Kasse in Ihrem Bundesland geöffnet ist? Hier finden Sie eine Liste aller Kassen inkl. der Zusatzbeitragssätze.

Zusatzbeitrag - alte Regelung vor 2015

Von 2009 bis Ende 2014 hatten die Krankenkassen die Möglichkeit, ihren zusätzlichen Finanzbedarf über individuelle Zusatzbeiträge zu decken bzw. Prämien auszuschütten.