Psych-Entgeltsystem

PEPP 2019

Als Grundlage für die Kalkulation der mittlerweile siebten Version des PEPP-Kataloges dienten Daten von 112 Einrichtungen. Im Entgeltkatalog sind insgesamt 79 PEPPs enthalten (54 vollstationäre, 20 teilstationäre und 5 Fehler-PEPPs). Im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie erfolgte erstmals eine Berücksichtigung von Therapieeinheiten. Auch weiterhin wird die Pflegebedürftigkeit ab Pflegegrad 2 in der Schweregradeinstufung einzelner PEPPs berücksichtigt.

Die Anzahl der Zusatzentgelte hat sich von 107 auf 116 erhöht. Der wechselnde Behandlungsaufwand im Verlauf einer Behandlung wird weiterhin durch vier ergänzende Tagesentgelte abgebildet.

In den Abrechnungsbestimmungen konnte sich die GKV mit der Forderung der verbindlichen Abrechnung nach dem PEPP-Entgeltkatalog durchsetzen. Für Patienten, die ab dem 01.01.2019 aufgenommen werden, ist eine Abrechnung mit weitergeltenden tagesgleichen Pflegesätzen ausgeschlossen. Auch Krankenhäuser, die auf Grund einer fehlenden Vereinbarung noch keinen krankenhausindividuellen Basisentgeltwert anwenden können, sind verpflichtet, über einen vor Ort vereinbarten vorläufigen krankenhausindividuellen Basisentgeltwert oder hilfsweise über den in den § 10 Abs. 3 PEPPV festgelegten Ersatzwert von 280 Euro abzurechnen. Die aus der Abrechnung eines vorläufigen Basisentgeltwertes entstehenden Mehr- oder Mindererlöse sind vollständig auszugleichen. Der bereits im letzten Jahr beschlossene Wegfall der Fallzusammenfassung über den Jahreswechsel (§ 2 Abs. 5 PEPPV) wird nun erstmals ab dem Jahreswechsel 2018/2019 angewendet.

Der aktuelle PEPP-Entgeltkatalog enthält keine strukturellen Änderungen. Nach der verpflichtenden Einführung des neuen Vergütungssystems in 2018 werden ab 2019 die Leistungen ausschließlich über den neuen Entgeltkatalog abgerechnet. Er ist von Stabilität und Kontinuität geprägt.

In der Version 2019 der DKR-Psych wurden keine inhaltlichen Änderungen in den Kodierrichtlinien im Vergleich zum Vorjahr vorgenommen. Dieser Sachverhalt steht im Zusammenhang mit einer zurückhaltenden Weiterentwicklung der Klassifikation. Es erfolgten lediglich redaktionelle Änderungen und Ergänzungen. Des Weiteren wurden die Anpassungen von ICD-10-GM und OPS in den Textbeispielen umgesetzt.