Sprungmarken

Inhalt
Sie befinden sich hier:

Hebammen

Das Bild zeigt eine Schwangere und eine Hebamme.

Die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung haben Anspruch auf Hebammenhilfe bei Schwangerschaft und Mutterschaft. Das maßgebliche Regelungswerk für diese Leistungen befindet sich in der Reichsversicherungsordnung (§§ 195 ff. RVO). Die konkrete Ausgestaltung der Versorgung mit Hebammenhilfe wird über den Hebammenhilfe-Vertrag geregelt (§ 134a SGB V).

Ab 1. Januar 2013 erhalten Hebammen für die Versorgung von gesetzlich Versicherten bis zu 15 Prozent mehr. Den neuen, bis 2015 laufenden Vertrag über die Versorgung mit Hebammenhilfe hatte am 31. Januar 2013 die Schiedsstelle festgesetzt.

Mit dem Pflege-Neuordnungsgesetz hat der Gesetzgeber die Hebammenverbände und den GKV-Spitzenverband aufgefordert, Leistungsbeschreibungen, Mindestanforderungen an die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der Hebammen-Leistungen sowie ein verwaltungsarmes Verfahren zum Nachweis der erfüllten Qualitätsanforderungen vertraglich zu vereinbaren. Diese vertraglichen Regelungen sollten bis 2015 erarbeitet werden. Die Schiedsstelle hatte in ihrer Entscheidung aus dem Jahr 2013 einen Teil der Vergütungserhöhung an die Vereinbarung von Qualitätskriterien geknüpft. Eine weitere fünfprozentige Vergütungssteigerung sollte 2015 hinzukommen, wenn die Leistungsbeschreibung für die Qualitätssicherung tatsächlich steht. Hierzu wird erneut die Schiedsstelle entscheiden müssen, da keine einvernehmliche Lösung zwischen den Vertragspartnern erzielt werden konnte.

Quinth

Die Datenbank für Qualitätsindikatoren in der ambulanten, stationären und sektorübergreifenden Medizin