PRESSEMITTEILUNG - BERLIN, 22.09.2026 Zugang zur gesundheitlichen Versorgung gerecht gestalten

GKV-Spitzenverband

Portrait von Frau Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes

Stefanie Stoff-Ahnis

Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, zur Debatte um einen gerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung:

„Gerechtigkeit in der gesundheitlichen Versorgung bedeutet, dass Patientinnen und Patienten allein bei Bedarf nach medizinischer Dringlichkeit einen Termin beim Arzt bekommen, und zwar unabhängig davon, ob sie gesetzlich oder privat versichert sind.

Jeder dritte Versicherte ist mit der Wartezeit auf Facharzttermine unzufrieden. Patientinnen und Patienten wünschen sich eine ambulante Versorgung, die einen zügigen und diskriminierungsfreien Zugang zu Arztterminen bietet. Um einen gerechten und effizienten Zugang zur Versorgung zu schaffen, brauchen wir eine gesetzliche Regelung für eine tagesaktuelle Terminplattform: Hier würden alle Arztpraxen einen festzulegenden Anteil ihrer GKV-Termine zur Verfügung stellen. So ein Portal bringt mehr Transparenz über Terminoptionen. Und wer dabei faire Bedingungen und echte Gleichbehandlung will, sollte zudem dafür sorgen, dass bei der Terminvergabe nicht mehr danach gefragt werden darf, ob jemand gesetzlich oder privat versichert ist.“

Einen gerechten und bedarfsorientierten Zugang zur Versorgung umsetzen

„Trotz steigender Beiträge erleben Patientinnen und Patienten heutzutage Schwierigkeiten beim Zugang zur ambulanten Versorgung und teilweise lange Wartezeiten. Sie nehmen eine zunehmende Ungleichbehandlung zwischen privat und gesetzlich Versicherten wahr. Gleichzeitig wird die Versorgungslandschaft komplexer, spezialisierter und für viele Menschen undurchschaubar. Daher brauchen wir einen gerechten und bedarfsorientierten Zugang zur Versorgung.

Mit einer digital gestützten Primärversorgung, die nicht zwischen gesetzlich und privat unterscheidet, kann langfristig der Zugang zur Versorgung für alle gerecht und bedarfsorientiert gestaltet werden. Aktuell haben Patientinnen und Patienten teilweise lange Wartezeiten in der ambulanten Versorgung. Mit der digital gestützten Primärversorgung können wir die Strukturen der ambulanten Versorgung für GKV-Versicherte grundlegend reformieren. Das würde mehr Gerechtigkeit beim Zugang zur gesundheitlichen Versorgung schaffen.“

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