Meldung vom 09.08.2018

Überlebenschancen bei Operation an der Bauchschlagader hängen von der Klinik ab

Berlin (AFP) - Die Überlebenschancen bei einer Operation der Bauchschlagader hängen vom Operationsverfahren und von der Wahl des Krankenhauses ab. So gehen minimal-invasive Eingriffe mit einer geringeren Sterblichkeit einher als große chirurgische Operationen, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Krankenhausreport der Barmer-Krankenkasse hervorgeht. Zudem sei die Überlebensrate in zertifizierten Gefäßzentren und in Kliniken mit einer großen Zahl solcher Eingriffe höher. In Deutschland leiden rund 200.000 Frauen und Männer über 65 Jahren an einer sogenannten Aussackung der Bauchschlagader. Reißt ein solches Aneurysma, überleben nur 20 Prozent der Patienten den massiven Blutverlust. Ältere Männer erkranken sechsmal häufiger als Frauen an einem Aneurysma der Bauchaorta. Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Alter. Rauchen oder eine familiäre Vorbelastung erhöht das Risiko noch weiter. Dem Krankenhausreport zufolge wurden im Jahr 2016 mehr als 11.400 Patienten über 65 Jahre an der Bauchaorta operiert. In zertifizierten Gefäßzentren und Krankenhäusern mit hohen Fallzahlen lag die Sterberate nach der OP um 2,6 Prozentpunkte niedriger als in Häusern mit niedriger Fallzahl. Zudem war die Sterberate drei Jahre nach einem planbaren Eingriff um zwei Prozentpunkte geringer, wenn die Operation nicht offen­chirurgisch, sondern minimal­invasiv erfolgte. Wenn der Eingriff zudem in einem zertifizierten Zentrum ausgeführt wurde, waren die Überlebenschancen noch besser.