Meldung vom 14.11.2017

Verdi setzt Klinikstreiks für mehr Personal fort

Berlin (AFP) - Die Gewerkschaft Verdi macht wegen des Personalnotstands an den Kliniken weiter Druck. In Berlin-Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland waren am Dienstag und Mittwoch Beschäftigte an Kliniken erneut zu Streikaktionen aufgerufen. "Die Botschaft der Beschäftigten ist eindeutig - sie wollen Entlastung und zwar sofort", erklärte Sylvia Bühler vom Verdi-Bundesvorstand. Weitere Aktionstage sollen in den kommenden Wochen auch in den anderen Bundesländern folgen. Das Arbeitsgericht Düsseldorf untersagte allerdings die geplanten zweitägigen Warnstreiks am Universitätsklinikum Düsseldorf. Nach Darstellung des Klinikums hätte durch die auf mehreren Stationen geplanten Warnstreiks die Versorgung zum Teil schwerstkranker Patienten nicht mehr sichergestellt werden können. Das Gericht folgte dem und erklärte den Warnstreik für "unverhältnismäßig". Seit September gab es wiederholt Klinikstreiks. Verdi kritisiert psychisch und gesundheitlich untragbare Arbeitsbedingungen aufgrund akuter Personalnot und fordert bundesweit Kliniken zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung auf. Die Gewerkschaft fordert unter anderem die gesetzliche Festlegung einer Mindestpersonalausstattung.