Meldung vom 19.05.2017

SPD rechnet mit sinkenden Kassenbeiträgen durch die Bürgerversicherung

Berlin (AFP) - Die SPD rechnet damit, dass bei Einführung der von ihr geforderten Bürgerversicherung die Beiträge zu den gesetzlichen Krankenkassen sinken werden. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach begründete dies im Magazin "Spiegel" damit, dass sich vor allem jüngere, gut verdienende Privatversicherte für einen Wechsel zur Bürgerversicherung entscheiden dürften. Diese soll nach dem Willen der SPD allen Bürgern offenstehen, auch Beamten und anderen bisherigen Mitgliedern von Privatkassen. Das Wechselrecht von einer privaten Versicherung zur Bürgerversicherung soll demnach unbefristet gelten. Zudem plant die SPD, die paritätische Finanzierung der Krankenkassen durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber wiederherzustellen. Ärzte sollen künftig für medizinische Behandlungen eine einheitliche Vergütung erhalten, unabhängig davon, ob der Patient einer privaten oder gesetzlichen Kasse angehört.