„Nordlicht“: Modellvorhaben zur Sicherung der Häuslichkeit nach einem Krankenhausaufenthalt durch assessment-gestützte Planung und Kooperation

Projektnehmer
AWO Pflege Schleswig Holstein gGmbH für den Kieler Pflegeverbund, KPV e. V.

Projektadresse
Projekt Nordlicht
AWO Pflege Schleswig Holstein
Vaasastr. 2a
24109 Kiel

Wissenschaftliche Begleitung
Institut für Sozialwissenschaften an der CAU Kiel
Prognos AG

Telefon
0431  5333010

Telefax
0431 5333091

eMail
Martin.Hamborg@awo-pflege-sh.de

Homepage
www.Kielerpflegeverbund.de

Ansprechpartner
Martin Hamborg

Laufzeit
01.09.2006 - 31.08.2009

Endbericht wissenschaftliche Begleitforschung

Endbericht Nordlicht

Kurzdarstellung des Projektes
Pflegebedürftige Menschen werden nach einem Krankenhausaufenthalt überproportional häufig in eine stationäre Einrichtung übergeleitet, obwohl der Wunsch nach Rückkehr in die eigene Häuslich­keit besteht und aus fachlicher Sicht auch möglich erscheint. Notwendig dazu ist eine gezielte, fachlich unterstützte Planung häuslicher Pflege- und Unterstützungsarran­gements.  Pflegedienste stehen vor der Aufgabe, für die Pflege dieser Kunden angemessene Strukturen aufzubauen.

Das Projekt „Nordlicht“ soll einen Beitrag für pflegebedürftige Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt leisten, sodass möglichst

- nach Sturzverletzungen
- einem Schlaganfall und
- Multimorbidität mit Demenz oder psychischer Erkrankung

eine stabile häusliche Pflegesituation hergestellt und gesichert werden kann.Somit knüpft das Projekt an den erklärten Willen vieler Bürger an und steht unter dem Prinzip: „ambulant vor stationär“.

Die Organisation der häuslichen Pflegesituation ist nach einem Krankenhausaufenthalt ein wichtiger Faktor, um (vermeidbare) stationäre Pflege zu verhindern und dauerhaft eine tragfähige häusliche Pflegesituation zu schaffen.

Im Rahmen des Modellprojektes wurde überprüft, inwieweit ein solches Unterstützungsangebot den Anteil der Menschen aus der Zielgruppe erhöhen kann, die im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt häuslich gepflegt werden (Ziel 1) und inwieweit es dazu beiträgt, die Nachhaltigkeit der häuslichen Pflege sicherzustellen (Ziel 2).

Unter diesen Zielen wurde von Kieler Experten aus ambulanten Diensten, Kliniken und dem Institut für Sozialwissenschaften ein modulares Instrument zum Case-Management entwickelt, in der Praxis durch einen oder eine Projektmitarbeiter/in umgesetzt und wissenschaftlich evaluiert. Dabei wurden die Module des Assessments erprobt, mit der Pflegeplanung der ambulanten Dienste im KPV verknüpft und bei der Notwendigkeit von SGB XII-Leistungen  die Hilfeplanung gemeinsam mit den Mitarbeitern/innen der Landeshauptstadt Kiel abgestimmt.

Die unterschiedlichen Leistungen im Pflegemix, die Belastung der pflegenden Angehörigen und die Pflegeverläufe werden dokumentiert. Dadurch können ambulante Versorgungslücken analysiert und  Angebote und Versorgungswege hinsichtlich der Sicherung der Häuslichkeit optimiert werden.

Das Projekt wurde im Rahmen des Modellprogramms zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung bis zum 31.8.2009 gefördert und knüpfte an die Erfahrungen mit dem seit 1999 erfolgreichen Kieler Pflegeüberleitungsbogen an.

Projektergebnisse
Ausführliche Ergebnisse des Modellvorhabens können dem Endbericht zu Beginn der Seite entnommen werden.