Telefongestützte Intervention zur Reduktion der Pflegebelastung bei Angehörigen von Schlaganfallbetroffenen (TIPS – Studie)
Projektnehmer:
Robert Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung mbH
Projektadresse:
Robert-Bosch-Krankenhaus
Klinik für Geriatrische Rehabilitation
Auerbachstraße 110
70376 Stuttgart
www.rbk.de
Wissenschaftliche Begleitung:
Universität Tübingen
Psychologisches Institut
Prof. Dr. Martin Hautzinger
martin.hautzinger@uni-tuebingen.de
Universität Leipzig
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie
Stiftungsprofessur für Gesundheitsökonomie
Prof. Dr. Hans-Helmut König, MPH
hans-helmut.koenig@medizin.uni-leipzig.de
Telefon
0711/8101-2232
Telefax
0711/8101-3199
eMail
klaus.pfeiffer@rbk.de
Homepage
http://www.rbk.de/02_05_05_05.html
Ansprechpartner
Dipl.-Psych. Klaus Pfeiffer
Laufzeit
01.08.2006 - 31.10.2010
Kurzdarstellung des Projektes
Gegenstand / Ziel
Der überwiegende Teil der Pflegebedürftigen wird in Deutschland privat betreut. Über 70% der Pflegenden nehmen keine professionellen Dienste in Anspruch. Über 80% der Hauptpflegepersonen fühlen sich stark bis sehr stark belastet. Bei den Gepflegten gehört ein Schlaganfall zu den häufigsten Ursachen lebenslanger Behinderung. Von dieser Erkrankung sind in Deutschland jährlich zwischen 170.000 und 350.000 Menschen betroffen. Über die Hälfte von ihnen sind bei alltäglichen Verrichtungen zumindest teilweise auf Hilfe angewiesen. Von diesen wiederum benötigt jeder zweite eine dauernde und umfassende Betreuung. Die Überlastung pflegender Angehöriger ist eine der entscheidenden faktischen Grenzen der häuslichen Pflege und ein wichtiger Grund für Heimeinweisungen.
In Deutschland gibt es bislang verschiedene Bemühungen, die die Unterstützung, Edukation und Erholung von pflegenden Angehörigen zum Ziel haben. Für Ansätze aus der kognitiven Verhaltenstherapie liegen, trotz internationaler Empfehlung, hierzulande nur wenige Untersuchungen vor. Die Interventionen in diesem Bereich fokussieren vor allem strukturierte Problemlösungen sowie die Selbstregulation und Rollenanpassung der Pflegenden. Das Projekt greift bisherige Erfahrungen dieser Ansätze auf und möchte einen Beitrag zur Stabilisierung langfristiger Pflegearrangements leisten.
Problemlagen / Fragestellungen
Die im Modellprojekt durchgeführte Intervention besteht aus einem überwiegend telefonbasierten Problemlösetraining über die Dauer von einem Jahr. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes wird in einem randomisierten und kontrollierten Studiendesign überprüft. Die Intervention richtet sich an Personen, die seit mindestens sechs Monaten für die Pflege eines Angehörigen nach Schlaganfall verantwortlich sind.
Projektziele:
Entwicklung, Erprobung und Evaluation der Intervention (Assessment, Manual und Materialien) mit je 52 Personen in der Kontroll- und Interventionsgruppe
Verbesserung der subjektiven Pflegebelastung und psychischen Befindlichkeit der Pflegenden in der Interventionsgruppe
Kosten-Analyse der direkten und indirekten Gesundheitskosten der Schlaganfall-Betroffenen und ihrer Hauptpflegeperson in Interventions- und Kontrollgruppe.
Kosten-Nutzwert-Analyse der Intervention unter Berücksichtigung der Heimeinweisungen der Schlaganfall-Betroffenen bis zwei Jahre nach der Intervention.
Projektübergreifende Ziele: