Entstehungsgeschichte des GKV-Spitzenverbandes

Am 1. April 2007 ist das „Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung“ in Kraft getreten. Für die gesetzliche Krankenversicherung hat mit dieser Gesundheitsreform eine neue Ära begonnen. Bisher wurden die für alle Krankenkassen einheitlich zu schließenden Vereinbarungen und Regelungen gemeinsam bzw. arbeitsteilig von den nach Kassenarten organisierten Einzelverbänden getroffen. Mit der Gesundheitsreform übertrug der Gesetzgeber diese Aufgabe nun einem einzigen, neu zu gründenden Verband – dem GKV-Spitzenverband. Er ist der Spitzenverband Bund der Krankenkassen gemäß § 217 a SGB V.

Die neue Organisation sollte zu einer Straffung der Verbandsstrukturen der GKV und damit zu mehr Transparenz beitragen. Ihr Aufbau ging rasch voran – nicht zuletzt dank der Arbeit ihres Errichtungsbeauftragten Klaus Kirschner. Der langjährige Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag sorgte mit tatkräftiger Unterstützung der bisherigen Spitzenverbände der Kranken- und Pflegekassen dafür, dass bereits im Mai 2007 Mitgliederversammlung und Verwaltungsrat zu ihren konstituierenden Sitzungen zusammenkamen und über die Satzung sowie den Haushalt beraten konnten. Der wenig später vom Verwaltungsrat gewählte dreiköpfige Vorstand mit Dr. Doris Pfeiffer an der Spitze, mit Johann-Magnus von Stackelberg als stellvertretendem Vorsitzenden des Vorstands und mit K.-Dieter Voß als drittem Vorstandsmitglied setzte die politische, organisatorische und personelle Aufbauarbeit zügig fort und stellte dadurch die Einhaltung des eng gesetzten Zeitplans sicher.

Der umfangreiche Errichtungsprozess des Verbandes - von dem Beschluss des Deutschen Bundestages bis zur ersten Mitgliederversammlung - ist ausführlich in dem Bericht des Errichtungsbeauftragten beschrieben.

Kalenderblatt vom 1. Juli 2008
Zum Jahreswechsel 2007/2008 bestand die gesamte Belegschaft des Verbandes erst aus 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In den folgenden Wochen und Monaten wurden fast täglich Vorstellungsgespräche geführt, Pläne ausgearbeitet und der Aufgabenübergang von den alten Spitzenverbänden zu dem neuen Spitzenverband vorbereitet. Gleichzeitig musste die Logistik für den Verband komplett neu aufgebaut werden – vom Bleistift über die Büromöbel bis zum Computer und diesem Internetauftritt musste alles neu erdacht, beschafft und entwickelt werden.

Die Vorarbeiten gingen gut voran, sodass pünktlich zum 1. Juli 2008 der GKV-Spitzenverband mit seinen damals rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die ihm gesetzlich zugewiesenen Aufgaben erfüllen und die bisherigen Spitzenverbände als Verhandlungspartner für alle kollektivvertraglichen Entscheidungen auf Bundesebene ablösen konnte.

Ausführliche Informationen zur Errichtungs- und Aufbauphase des GKV-Spitzenverbandes finden Sie auch im Geschäftsbericht 2007/ 2008. Zum Bestellen füllen Sie bitte unser Online-Formular aus.