Was macht zum Beispiel die Abteilung Medizin?

Dr. Bernhard Egger

Die Abteilung Medizin wird geleitet von Dr. Bernhard Egger.

Sehr viele Themen im Bereich Krankenversicherung haben mit Medizin zu tun. Bei Verhandlungen zwischen GKV-Spitzenverband und den Organisationen der Leistungserbringer geht es oft auch um medizinische Fragen. Dann sitzen auch für die Kassenseite Ärzte mit am Tisch.

Die Mitarbeiter der Abteilung Medizin verfügen über Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Aufgabenfeldern der medizinischen Versorgung. Allen gemeinsam ist die Verbundenheit mit den Prinzipien der solidarischen GKV und einer humanen Krankenbehandlung. Dazu gehört auch ein kritisches Hinterfragen scheinbarer Selbstverständlichkeiten. Nützt alles, was in der medizinischen Versorgung getan wird, wirklich den Patienten? Sind neue Behandlungsmethoden immer besser als die bisher üblichen? Welche Probleme sind mit Medizin überhaupt lösbar – und welche nicht?

Wir organisieren die Interessenvertretung der GKV in den Gremien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), der verbindliche Vorgaben für Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und andere Leistungserbringer macht. Unsere Schwerpunkte dabei sind die Bewertung nichtmedikamentöser diagnostischer und therapeutischer Verfahren und die Qualitätssicherung. Zusätzlich unterstützen wir die anderen Abteilungen des GKV-Spitzenverbandes bei allen medizinisch ärztlichen Fragen.

Die Meinungen in der Ärzteschaft sind sehr vielfältig und oft widersprüchlich. Deshalb stützen wir uns vor allem auf wissenschaftliche Analysen und nachvollziehbare Belege. Je verlässlicher diese Analysen sind, um so eher können sie als Entscheidungsgrundlage dienen. Persönliche Erfahrungen und Expertenmeinungen sind auch in der Medizin wichtig. Als Grundlage für Richtlinienentscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses sind sie aber nur sehr bedingt geeignet. Es reicht nicht aus, wenn ein Experte sagt, er habe gute Erfahrungen mit einer  Behandlungsmethode gemacht. Auch was gute Qualität in der Versorgung ausmacht ist häufig umstritten. Alle sind grundsätzlich für Qualitätssicherung, wenn es an die praktische Umsetzung geht, wird es oft schwierig ein Einvernehmen herzustellen.

Für eine verlässliche Bewertung brauchen wir deshalb belegtes Wissen und tragfähige Daten. Der GKV-Spitzenverband steht dafür ein, dass alle gesetzlich Versicherten gleichermaßen Zugang zu einem medizinischen Fortschritt haben, der den Menschen nachweislich nützt. Medizinische Innovationen sollen so schnell wie möglich allen Versicherten zur Verfügung stehen, wenn sie nicht nur „neu“ sondern auch wirklich „besser“ sind.